David Jansen ist ein niederländischer Cembalist und Organist, der für seine stilistische Vielseitigkeit und seine ausdrucksstarke Musikalität über ein Repertoire von fünf Jahrhunderten hinweg bekannt ist. Geboren in eine Musikerfamilie, erhielt er seine erste musikalische Ausbildung zu Hause, mit Schwerpunkt auf Gesang und Tasteninstrumenten. Anschliessend studierte er am Konservatorium Utrecht sowie am Königlichen Konservatorium in Den Haag, unter anderem bei Leo van Doeselaar. Meisterkurse bei führenden Persönlichkeiten wie Ton Koopman und Barthold Kuijken rundeten seine Ausbildung ab.
Die Vokalmusik spielt seit jeher eine zentrale Rolle in Jansens musikalischem Leben. Er sang eine Zeit lang bei Cappella Amsterdam und ist heute ein gefragter Begleiter von Sängerinnen und Sängern.
Als Solist, Continuospieler und Begleiter widmet sich Jansen einem Repertoire der letzten 500 Jahre, mit besonderer Vorliebe für die Barockmusik und das frühe 20. Jahrhundert. Er arbeitet regelmässig mit renommierten Ensembles zusammen, darunter das Netherlands Chamber Orchestra, Amsterdam Sinfonietta, Cappella Amsterdam, der Netherlands Chamber Choir sowie das Netherlands Radio Philharmonic Orchestra.
Seine Konzerttätigkeit führte ihn in bedeutende Konzertsäle in den Niederlanden und international, mit Auftritten in ganz Europa sowie in Südamerika. Er war Gast bei renommierten Festivals wie dem Festival Oude Muziek, dem Prinsengracht Festival und dem International Chamber Music Festival Utrecht.
Neben seiner Tätigkeit als Cembalist ist Jansen auch ein anerkannter Organist und wird regelmässig eingeladen, auf einigen der bedeutendsten historischen Orgeln in den Niederlanden und darüber hinaus zu spielen. Dazu zählen unter anderem die berühmte Schnitger-Orgel der Grote Kerk in Alkmaar, die Orgel der Nieuwe Kerk in Amsterdam, die Orgel der St.-Johannes-Kathedrale in ’s-Hertogenbosch, die Schnitger-Orgel der Der Aa-kerk in Groningen sowie die Schnitger/Hinsz-Orgel der Martinikerk in Groningen. Er ist Titularorganist der monumentalen Ruprecht-Orgel (1705) in der Tuindorpkerk in Utrecht.
Jansen spielt auf einer sorgfältig ausgewählten Sammlung eigener Instrumente, darunter eine Kopie eines zweimanualigen Cembalos von Hans Ruckers II (1624) mit Grand Ravalement (gebaut von Titus Crijnen im Jahr 2005), ein einmanualiges flämisches Cembalo mit Petit Ravalement (Crijnen, 2006), ein italienisch inspiriertes Cembalo von Hans van Rossum (1998) sowie eine Truhenorgel von Henk Klop (2006).
Seine Interpretationen werden von der Kritik hochgelobt, die seine «grosse Sensibilität» und seine «angeborene Affinität zum Instrument» hervorhebt. Rezensenten beschreiben ihn zudem als «einen fesselnden Solisten, dessen Spiel ebenso leidenschaftlich wie unprätentiös ist».