Philippe Cassard, Klavier
Cédric Pescia, Klavier
Klavier vierhändig
In diesem Konzert zu vier Händen treten zwei grosse Künstler in einen musikalischen Dialog am selben Instrument. Unsere beiden Professoren Philippe Cassard und Cédric Pescia widmen sich gemeinsam den schönsten Werken des Repertoires für Klavier vierhändig.
Unter ihnen ragt Mozarts Sonate in F-Dur KV 497 durch ihre beinahe sinfonische Dimension und den Reichtum ihrer kontrapunktischen Schreibweise hervor. Der erste Satz beginnt mit einer äusserst expressiven Einleitung, auf die ein ruhiges Thema folgt, das sich allmählich in eine bewegtere Atmosphäre verwandelt. Das anschliessende Andante entfaltet einen Dialog von bemerkenswerter Feinheit, dessen Hauptthema an das Hornkonzert KV 495 erinnert. Das abschliessende Allegretto in Rondo-Sonatenform erinnert mit seiner Virtuosität an das Finale eines Klavierkonzerts.
Claude Debussys Six antiques épigraphes entführen die Zuhörenden in orientalisch anmutende, geheimnisvolle und sinnliche Klangwelten. Der 1914 entstandene Zyklus greift weitgehend auf die Musik der Chansons de Bilitis zurück, die Debussy dreizehn Jahre zuvor nach Gedichten von Pierre Louÿs komponiert hatte. In modaler, oft pentatonischer Tonsprache zeichnen diese Stücke das Bild einer idealisierten Natur.
Weitere Miniaturen ergänzen das Programm, darunter Auszüge aus Johannes Brahms’ Liebeslieder-Walzer, in denen jeder Walzer auf feinsinnige Weise eine von Liebeslyrik inspirierte Stimmung entfaltet.
Den Abschluss bildet Franz Schuberts Fantasie in f-Moll D. 940, ein Höhepunkt des Repertoires für vier Hände. Das Werk beeindruckt durch die Meisterschaft seiner formalen Anlage: Die vier Abschnitte gehen ohne Unterbruch ineinander über – von den melancholischen Impulsen des Allegro molto moderato bis zum düsteren Fugato des Schlusses.
W. A. Mozart, Sonate für Klavier zu vier Händen in F-Dur KV 497
I. Adagio – Allegro di molto
II. Andante
III. Allegro
C. Debussy, Six épigraphes antiques
Pour invoquer Pan, dieu du vent d’été
Pour un tombeau sans nom
Pour que la nuit soit propice
Pour la danseuse aux crotales
Pour l’égyptienne
Pour remercier la pluie au matin
PAUSE
J. Brahms, Auszüge aus Liebeslieder-Walzer, Op. 52a und Op. 65a
F. Schubert, Fantasie in f-Moll D. 940
Allegro molto moderato — Largo — Allegro vivace — Tempo I